Psychotherapeutische Sprechstunde:  Patienten können mit ihrer Krankenversicherungskarte direkt einen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Psychotherapeutische Sprechstunde ist die erste Kontaktmöglichkeit, die ab dem 01.04.2017 von allen Psychotherapeuten, i.d.R. als Bestellsprechstunde angeboten wird. Sie dient zur ersten Abklärung, ob eine psychische Erkrankung vorliegt und zur Empfehlung weiterer Hilfen.

Akutbehandlung:  Die Akutbehandlung dient der Vermeidung von Chronifizierungen und/oder der Krisenbehandlung und umfasst max. 12 Sitzungen im Jahr.

Probatorische Sitzungen:  Die umfassende und längerfristige Behandlung einer psychischen Störung erfolgt mittels einer Psychotherapie. Diese beginnt mit mind. 2 bis max. 4 probatorischen Sitzungen, in denen abgeklärt wird, ob die beabsichtigte Psychotherapie bei der psychischen Störung  erfolgversprechend und die Beziehung zwischen Patient und Therapeut tragfähig ist. Anschließend wird ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt. Über die einzuhaltenden Formalien klärt Sie der Psychotherapeut auf. Dem Antrag ist eine Bestätigung eines somatischen Arztes beizufügen (sog. „Konsiliarbericht“), dass aus körperlichen Gründen eine Psychotherapie nicht kontraindiziert ist. 

Beantragt wird eine Kurzzeittherapie: 12 - 24 Sitzungen oder eine Langzeittherapie: 60-80 Sitzungen.  Die Entscheidung über die Kostenübernahme der Langzeittherapie erfolgt  auf der Grundlage der Stellungnahme eines Gutachters anhand eines anonymisierten schriftlichen Berichts des behandelnden Psychotherapeuten. 
Die Therapiesitzungen finden zu Behandlungsbeginn in aller Regel wöchentlich statt und dauern 50 Minuten. Gegen Ende der Therapie werden die Sitzungen meist in gedehnter Behandlungsfrequenz durchgeführt. Auch eine langfristige Fortführung als Rezidivphrohylaxe ist möglich.